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Sündige Verheißung
Schwarzdunkle Verheißung hoher Teufelsmacht,
weihen möcht ich mich Deiner sündigen Kraft.
Geboren sei ich, die Menschheit zu verführen,
die taubenweißen Wangen edler Jungfraun lass mich spüren.
Die Spitze meines Dolches soll durchdringen zartweiße Hände,
süßsalzenes Blut schmecken von Lippen, die ich zärtlich schände.
Der Holden Schmerzensschrei er sei der Harfen Klang tiefer Gelüste,
mein kalter Kuß, er möge kosten die Zartheit ihrer heilig Brüste.
Die Klinge meines Speeres soll zeichnen blutig Linien aus Begehren,
oh, Kraft der Hölle, Du mögest die Tiefe aller Lust mir nicht verwehren.
Tragen will ich den schwarzen Mantel zartdunkler Mächte,
wiederkehren möcht ich und Liebe kosten bis zum Ende aller Nächte.
Binden will ich zartedle Jungfern an eisenkalte Pfosten,
die Schläge meiner edel Hände, sie dürfen selig kosten.
Der Wein des Blutes ihrer Tränen möcht ich schmecken,
die herrlich Ängste ihrer Seele will ich sanft erwecken.
Ich will sie spannen auf feingeschmiedet Gitter,
der Blitz soll mit mir sein, dem Boten der Gewitter.
Ich will sie zierlich zittern sehn, wie zartes Frühlingsblüten,
doch dass sie stille sind, das will ich sanft verhüten.
Den Trank schwarzer Unendlichkeit, sie mögen ihn nur trinken,
im süßen See des tiefen Leids auf ewig nun versinken.
Die feinen Spitzen meiner Nägel, sie möchte ich nun senken,
in zarte Haut, bis sie im Meer des Blutes Strom ertränken.
Oh, Herr der tiefen Finsternis, Dein will ich sein, Dein treu Gemahl,
Dir dienen will ich ganz allein, die Tiefe Deiner Finsternis sei meine letzte Wahl.
Oh, umfangen sollst Du mich und küssen mich mit heißem Kuss,
die Spitze Deiner Zähne senken tief, und trinken meines Blutes Fluss.
Die feinen Linien meiner Hände, sie magst Du nun sanft streicheln,
mir senken tief des Messers Klinge in das Fleisch, oh, lass mich stets verzweifeln.
Dein selig Angetrauter sei ich nun und bis ans Ende meiner Zeit,
die Schärfe Deiner Schneide Lust sie sei für mich auf ewig nun bereit.
Seth Ghwyndion |