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Wohnstätte der Geborgenheit
Grauer Beton, lustlose Gesten wie gelähmt, des Alltags Kälte sei schuld,
schemenhafte Gestalten schleichen wie lebendige Schatten voll Ungeduld.
Wann schlägt die Uhr fünf, wann kann ich nach Haus, Kellerzimmer, ich erwarte dich.
Monotonie der Arbeit, mich sorgte der Hilflosen Schrei, ihnen helfen wollt ich.
Der Sonnenuntergang malt rote Schatten auf kalkweiße Wände,
ein blasser Junge sitzt bleich und verstört, malt mit eiserner Klinge sich blutig die Hände.
Einen Blick an die Wand, wann wirst Du kommen, der mich rettet,
entführt aus der Eishöhle des ewigen Schreckens, die mich auf Nadeln bettet.
Eilige Schritte zerschneiden des Abends warmen Schein,
der Junge erstarrt, sein Betreuer starrt wütenden Blickes herein.
Wie ein Schatten des Zornes er seine Blicke auf rote Blutspuren richtet,
ein Aufschrei der Wut, nun man wird mich entlassen, nun bin ich vernichtet.
Ein Schlag läßt den Schmerz der untergehenden Sonne verschwinden,
der Junge, er strauchelt, versucht sich unter der strafenden Hand zu winden.
Die Hand der Vergeltung streift versehentlich die Klinge, ein Schrei,
sie hält inne, Schmerz lähmt sie, die Tränen, sie fließen, bald ist es vorbei.
Des Abends schwarzes Licht durch graue Vorhänge als bleichem Leinen rinnt,
in der Ferne, in der Weite der Zimmer, da weint ein einsames Kind.
Der Betreuer, der Schatten, er dasitzt und bittere Tränen weint,
der Junge, der lauscht, schmiegt sich an ihn, nun endlich mit ihm in Trauer vereint.
Seth Ghwyndion |