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Frühlingssymphonie

Zartgehauchtes Frühlingsrauschen fährt zitternd durch den Blütenhain,
die kühle Stille tiefer Wasser betäubt den zaudernd Mondesschein.
Unvernommner Blütenregen segelt durch die klaren Lüfte,
goldgesponnes Mondesglitzer flimmert weit durch schwere Düfte.

Das milde Grün der Blätterdächer, es tauft des Himmels tiefes Schweigen,
wenn zarte Knospen leuchten mild den Pflänzchen nun zum Blütenreigen.
Der Amsel sehnsuchtsvolles Lied strömt leuchtend durch das Blütendunkel,
es weckt der Grillen stetig Sang und preist der Sterne hell Gefunkel.

Goldner Lampenschein malt milde Schatten auf zartbedecktes Blätterkleid,
der Glockenklang erhallt von Ferne, verkündet uns den Gang der Zeit.
Der duftgetaufte Strom des Flusses, er fließt vorbei wie alle Stunden,
sein Klang verhallt in tiefer Ferne, wie hehre Ziele nie gefunden.

Bald dämmern nun die hellen Tage und schwere feuchte Sommernacht,
bald glänzt es nun in allen Farben, des Herbstes Laub in welker Pracht.
Bald weht der Wind in tiefer Klange und frostig Schnee bedeckt das Feld,
bald wirst Du altern, bald vergehen, bald neu geboren dann der Welt.

Seth Ghwyndion

 

Kurzbiographie der Autorin
Vampir-Chronik von Seth Ghwyndion