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Auswirkungen von Rückführungen

Es mag sicherlich viele Standpunkte zu dem Thema Wiedergeburt geben. Manche Zeitgenossen werden von sich sagen, sie glaubten an eine Leben vor dem Leben, andere werden bloß ungläubig den Kopf schütteln, wenn sie mit der Möglichkeit einer früheren Existenz konfrontiert werden. Und diejenigen, die gar nicht die Wahl haben, sich frei für eine der Möglichkeiten zu entscheiden, da sie schon von Geburt an Erinnerungen an frühere Leben hatten, stehen sie bei jedem Menschen, den sie neu kennenlernen, vor dem Problem, ob sie sich diesem nun anvertrauen sollten, oder ob es sich bei ihm um einen derjenigen handelt, der bloß abwertend lacht, wenn er mit diesem Thema konfrontiert wird. Also tut Menschenkenntnis sicher not, sucht der sich Erinnerende ein offenes Ohr für seine Visionen, die sein Leben ziemlich grundlegend bestimmen werden.

Anders ist es mit denen, die sich schon immer gewünscht haben, sich an ihr früheres Leben zu erinneren. In ihnen mag der Betroffene dankbare Zuhörer finden, auch wenn sich nicht jeder der andächtig Lauschenden die Tragweite der Änderungen, vor die Augen führen mag, die Erinnerungen an ein vorheriges Leben oftmals auszulösen vermögen. Also ist bei solch offenen Ohren der Wunsch oftmals groß, ebenfalls solche Erinnerungen zu bekommen. Es gibt da natürlich mannigfaltige Weisen, wie man solche Erinnerungen aus seinem Unterbewusstsein hervorlocken kann, und es ist vor allem von der phsychischen Lage des Betreffenden abhängig, welche der Methoden Wirkung zeigen wird und welche sich gleichzeitig als die Schonenste darstellt, die keinen tiefgreifenden Schock auslöst. Aus diesem Grunde sollten sich besonders empfindsame Zeitgenossen, die sich ihre Sensibilität auch lieber ganz ehrlich eingestehen sollten, da sie alles, nur nicht negativ ist, befähigt sie denjenigen doch oftmals geradezu, solche Erinnerungen überhaupt zu erhalten, sich lieber an sanftere Methoden als die der üblichen Rückführung zu halten.

Da gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, das Unterbewusstsein auf ganz urtümliche aber bewährte Weise zu stimulieren, indem man des öfteren meditiert (man sollte sich dabei aus den unzähligen Möglichkeiten der Methoden und der Richtungen, diejenige heraussuchen, die einem am meisten zusagt und die sich mit der eigenen religiösen Überzeugung verträgt), nachts Spaziergänge an kraftvollen Orten (bestimmte Stellen im Wald etc.) unternimmt und sich vielleicht auch in Höhlen und ähnliche Orte begibt, die sowohl eine positive wie auch sehr abgeschiedene und ruhige Atmosphäre besitzen sollten, kurz, man sollte sich darum bemühen, unnötige Umweltreize auszuschalten, die für gewöhnlich das Unterbewusstsein blockieren. Natürlich ist diese Methode keine, die in wenigen Wochen schon Wirkung zeigen müßte, Geduld und eine entspannte Haltung sind hier gefragt, will man zu einem befriedigenden Ergebnis gelangen.

Und ist derjenige nun schließlich an seinem Ziel angelangt, so bedeutet dies noch lange nicht, dass all seine Probleme damit gelöst wären, das Gegenteil ist oft der Fall, folgt mit den Erinnerungen meist Hand in Hand die nun notwendige Auseinandersetzung mit alten Problemen und Fehlern, die aber bei ihrer Verarbeitung oftmals aktuelle Schwierigkeiten beseitigen können, die meist aus alten resultieren.

Eine weitere Hürde kann hier auch die Verschmelzung der jetzigen Persönlichkeit mit der ehemaligen sein, und je nachdem, wie weit die moralische Haltung der alten Persönlichkeit mit der der neuen übereinstimmt, je weniger bzw. mehr Probleme können daraus resultieren, da nicht nur die Auseinandersetzung mit den Erfahrungen und Handlungen des alten Lebens folgen muss, sondern auch die Vereinigung mit der alten Persönlichkeit, möchte man nicht ständig als gespaltene Persönlichkeit durch die Gegend laufen. Gefällt einem das, an was man sich erinnert, gut, wird einem die Verschmelzung vielleicht nicht allzu schwer fallen und sie wird dann wahrscheinlich auch recht zügig vonstatten gehen, erlebte man aber im vorherigen Leben viele Konflikte und hatte man gar Selbstzweifel, was gar nicht so unwahrscheinlich ist, denn wer kann schließlich schon von sich behaupten, niemals irgendwelche Konflikte gehaupt zu haben, der wird nicht darum herumkommen, eine nicht allzu leichte Zeit zu durchleben.

Ist die Verschmelzung ohne größere psychische Beeiträchtigungen gelungen, so sind die Probleme sicherlich trotzdem nicht völlig beseitigt, denn spätestens nun entwickelt sich bei dem Betroffenen sicherlich das Bedürfnis, mit anderen über seine Erlebnisse zu sprechen, die wahrscheinlich sein ganzes Leben, vielleicht bei einer größerer Menge der Erinnerungen auch seine ganze Persönlichkeit verändert haben. Und hier scheiden sich natürlich wieder die Geister und der Erinnerende ist nun gezwungen, ein Gespür dafür zu entwickeln, wem er die Wahrheit sagen kann, ohne ungläubig oder gar entsetzt angesehen zu werden. Die beste Möglichkeit ist hier vielleicht, sich erst einmal nach Gleichgesinnten umzusehen und sich erst dann daran zu machen, auch alten Freunden von seinen Erlebnissen zu erzählen, denn reagieren diese nun in einer für einen unangenehmen Weise, so kann man sich an seine neuen Freunde wenden, und bei ihnen Unterstützung finden.

Eine weiteres Problem kann nun auch die Auseinandersetzung mit der heutigen Zeit und den mit ihr verbundenen bei der Bevölkerung weit verbreitenden Einstellungen sein, denn man darf nicht vergessen, dass man in seinem vorherigen Leben natürlich von den Begebenheiten einer vergangenen Zeit durch Erziehung und Erfahrung geprägt war und diese Prägung sich nun natürlich mit der neuen verbindet, so dass man sich an manchen Tagen in der jetzigen Zeit durchaus wie ein Zeitreisender fühlen kann, den die heutige Lebensweise immer wieder in Erstaunen versetzen oder ihn sogar in Verwirrung stürzen kann. Diese hält allerdings nicht lange an, hat man schließlich in seinem jetzigen Leben gelernt, sich mit der heutigen Welt auseinanderzusetzen.

Alles in allem ist die Erinnerung an frühere Leben auf jeden Fall keine Sache, der man sich zwischen Tür und Angel ohne Vergegenwärtigung der Konsequenzen widmen sollte. Denn was hinter einer verschlossenen Tür ist, weiß man bekanntlich erst dann, wenn man sie geöffnet hat, und sie zu schließen, ist dann meist nicht mehr möglich. Dennoch sollten sich diejenigen, die sich wirklich aus tiefstem Herzen wünschen, mehr über ihr vorheriges Leben zu erfahren, sich von den vorhergegangenen Warnungen auf keinen Fall davon abhalten lassen, Licht in das Dunkel ihrer Erinnerungen zu bringen, da ohne Forscherdrang schließlich das ganze Leben des Menschen einer Irrfahrt durch dunkle Regionen gleichen würde und auch die Errungenschaften der heutigen Zeit, die das Leben der Menschen mit Sicherheit auch nicht nur verschlechtert haben, sicherlich auch nicht geschaffen worden wären, hätten sich Forscher von irgendwelchen möglichen Schwierigkeiten abschrecken lassen. Allerdings sollte sich der Forscher des Unbewussten vor allem darüber klar werden, ob Wissen oder ein ruhiges Leben sein Ziel ist, denn jede Entdeckung wird das Leben unweigerlich verändern. Nun, denn, schreite zum Ziel, ohne dich beirren zu lassen, oder kehre rechtzeitig um!!!

Seth Ghwyndion

Kurzbiographie der Autorin
Bücher mit Anleitungen zur Rückführung in frühere Leben