| Eissplitterpaläste
Flimmerndkühles Sternenlicht bricht Eissplitterpaläste.
Der kalte Herr der Finsternis läd ein die bleichen Gäste.
Zartlächelnd nun durchstößt er sanft der Gäste Herz.
Läßt kosten sie nun auch sogleich den eisgen Schmerz.
Rubinentrank er reicht den schwarzen Rittern nun zum Tage.
Er füllt der Nächte grausam Seel mit seiner Gäste kalter Klage.
Die eisgen Hände läßt er streifen über der Gäste bebend Herzen.
Er segnet sie und tauft sie sanft im roten Meer eiskalter Schmerzen.
Er hebt die Schwingen eisger Klingen, die sirrend kaltes Eis zerschneiden.
Er senkt die schwarzen Augen tief in seiner Gäste ewges Leiden.
Des Prinzen Braut ergreift er kühl, berührt ganz zart ihr junges Herz.
Legt seine Lippen kalt auf ihren Mund und schenkt ihr süßen Schmerz.
Aus ihren warmen Augen spricht, ach so tiefes Leid und tiefes Glück.
Er schaudert kalt, er windet sich, und stößt sie hart zurück.
In tiefer heißer Liebeslust zerschmelzt sie zart sein eisges Herz.
Er beugt sich nun und seufzet tief unter der Hitze brennend Schmerz.
Kristallner Regen fällt ganz sanft auf dieses Paar, so innig nun vereint.
Eistränen auch entspringen gleich dem kalten Herrn, der weint.
Die Kälte eisger Stunden verschmilzt sogleich mit glühendheißen Sonnen.
Wie Nacht und Tag vereint, vergeht das heilge Paar tief in des Schmerzes Wonnen.
Seth Ghwyndion |